Dr. Faust
inszeniert von Kurt Tomaschek (gest. 2006)  in 5 Akten
Vorlage: Puppenspieltexte aus dem 18./19 Jh.
Vorspiel: Fragmente des D. Faust von G.E. Lessing
Musik: Arthur Honegger
Für Jugendliche und Erwachsene,  ca. 90 Minuten in 5 Akten


1. Akt: Vorspiel in einer verwüsteten Kirche
Die Szene startet in einer von der Unterwelt verwüsteten Kirche. Vier Teufel berichten Satan von ihren „Erfolgstaten“. Ihr Ziel ist es, fromme Menschen vom Glauben an Gott abzubringen. Einer der Teufel versuchte erfolglos in die Seele des Dr. Faust „einzudringen“, da dessen Weisheit und Tugend dem Satan gefährlich werden könnten. Satan sieht die Wissbegierde des Dr. Faust als Tor „zum Verderben“ und beschließt, sich seiner höchstpersönlich anzunehmen.

2. Akt: Studierzimmer in Mainz
Faust ist verzweifelt, da sein Wissensdrang ihn verleitet, sich mit Magie zu beschäftigen. Daskönnte eine Abkehr von Gott bedeuten. Satan lässt ihm das Buch der Magie zukommen, und Faust beginnt darin zu lesen. Die Geister bedrängen ihn, sich um Mitternacht zur Wolfsschlucht zu begeben.Hanswurst auf der Suche nach Lohn und Brot kommt zufällig in die Stube und wird von Johann Wagner, Fausts Famulus, als „Lustigmacher“ eingestellt. Hanswurst liest ebenfalls in dem Buch der Magie und macht erste Bekanntschaft mit der Unterwelt. Von dessen Drohungen unbeeindruckt macht er sich auf den Weg, um Faust als treuer Diener zu folgen.

3. Akt: Der Pakt in der Wolfsschlucht
Faust kommt zur Wolfsschlucht, eine Gegend, in der Schauergestalten ihr Unwesen treiben. Vier Hexen buhlen in einem strengen Dialog um die Gunst des Satans und freuen sich, wenn Faust in dessen Falle laufen wird. So schließt Faust mit dem betrügerischen Satan einen Pakt: 24 Jahre kann er ungehindert alle geistlichen und weltlichen Fragen klären. Im Gegenzug schwört er dem christlichen Glauben ab und meidet den Ehestand. Aufkommende Zweifel werden schnell verdrängt als Satan Faust die ersten weltlichen Genüsse in Parma verspricht. Auch Hanswurst darf auf dem Rücken eines Auerhahns mitreisen.

4. Akt: Im Schlosspark des Herzogs von Parma
In Parma zeigt Faust auf dem Hof des Herzogs außergewöhnliche Zauberstücke und ist zugleich fasziniert von der Schönheit der Herzogin. Der Herzog bemerkt dies und sein Argwohn gegenüber dem Schwarzkünstler wird bestärkt, als Hanswurst sich verplappert. Er will Faust an die Kirche verraten, die den Teufelsbündler schwer bestrafen wird. Satan rettet ihn aus dieser misslichen Lage und fliegt mit ihm nach Konstantinopel. Der Auerhahn bietet dem verlassenen Hanswurst einen Job als Nachtwächter an, wenn er ihm seine Seele verkaufe. Hanswurst willigt ein, wohlwissend, dass er als Holzkerl keine Seele habe und fliegt mit dem gefiederten Teufel nach Hause.

5. Akt: Zurück in Mainz
Nach 12 Jahren kehrt Faust nach Mainz zurück und ist unzufrieden wie zuvor. Er bereut seine Abkehr von Gott und beschließt, wieder zu beten. Satan will das verhindern und überlistet Faust. Er lässt Helena erscheinen und verspricht Faust das höchste Erdenglück: die Liebe. Faust ist von Ihrem Anblick überwältigt und sieht in Helena seine Erlösung. Aber auch daraus wird nichts. Er erfährt, dass Satans Dienste - aufgrund einer weiteren List - schon 12 Jahre früher zu Ende sind und er bereits um Mitternacht in die Hölle muss. In letzter Minute glaubt er, den bauernschlauen Hanswurst austricksen zu können. Ohne Erfolg. Gnadenlos reißt die Gefolgschaft Satans Faust nach dem 12-ten Glockenschlag in die Unterwelt.

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(Erstaufführung: 13. Mai 1987, Apollotempel Cramer-Klett-Park Nürnberg)

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